Angekommen im Heimathafen
Die Homepage gilt als Startseite eines Internetauftritts. Sie ist die Basis, das Zuhause: Home. Eine eigene Website ist dann der Ort, wo man als Betreiber Deutungshoheit beansprucht und mit den Daten im Impressum als haftbare Person juristisch geradesteht. Für mich bleibt also nicht aus, mir Gedanken zu machen, wie weit ich gehen möchte mit deutlichen Meinungsäußerungen, ästhetischen Mitteln – pointiert die Dinge zuzuspitzen, die mir wichtig sind.
Mich gibt es wirklich, und ich gebe hier Dinge preis, die andere als privat lieber für sich behalten würden?
Das kann man so sehen.
Vielleicht nützen einige Worte der Klarstellung allen, die hier im Netz landen auf der Website, meinem Internetauftritt, der speziell ist. Und besonders denen, die mich zufällig auf der Straße sehen, erkennen: „Das ist der Bassiner“, könnte helfen, einiges verträglich(er) einzuordnen. Ich will raus aus einer Schublade, könnte man auch sagen, und habe die grafischen und überhaupt erzählerische Qualitäten entdeckt, die ich hier ausstelle, absichtlich zu meinen Gunsten beleuchte, kreiere.
# Eine kurze Geschichte beginnt hier
Mein Alltag im Dorf: Bei meinem Einkauf in einer Verkaufsstelle hier in der Gegend, die Branche tut nichts zur Sache, aber ich kaufe dort regelmäßig ein, bedient mich einer von drei Servicekräften. Während ich alles eintüte, bezahle, sagt im Hintergrund der junge Chef, den ich mag, der mich heute zufällig nicht bedient, weil er gerade einen anderen Kunden hat, halblaut zur Kollegin:
„Hast du das Klatschen gehört?“
„Nein.“
Antwortet (überrascht) die ebenfalls junge Frau, die noch neu ist im Team.
Ich habe sie vorher noch nie gesehen.
Ich packe also ein und verabschiede mich mit: „Noch einen schönen Tag“ oder ähnlich, was man so sagt, und mein heutiger Verkäufer antwortet genauso. Ich gehe fort in den Sommertag, habe ebenfalls nichts „klatschen“ gehört. Was könnte gemeint gewesen sein? Das denke ich aber: Ich stelle mir vor, was der Chef zu seiner neuen Angestellten sagt, wenn ich ein paar Meter fort bin.
„Der Typ da“, könnte er sagen und auf mich hinweisen, wenn ich’s nicht mehr mitbekomme, „hat einen an der Klatsche.“
Das vermute ich, und so unwahrscheinlich ist es gar nicht, dass jemand so etwas sagt.
Das tut weh oder?
Darum gibt es diese Website, diese Homepage, mein Zuhause, weil es mich wirklich gibt, ich in Schenefeld ein leibhaftiges Zuhause gefunden habe, ein eigenes Haus besitze mit netten Nachbarn drumherum, die mich so kennen, glaube ich, wie etwa meine Familie – die Freunde.
🙂