Veränderung im Volksgemurmel

Niemandem ist geholfen, eine überschäumende Glosse mit wiederkehrenden Erzählfragmenten zu lesen, das weiß ich schon. Aber zu schreiben hilft dem, der es tut. Jedes Jahr wiederholen sich Wetterperioden, das ist auch neu und vertraut zugleich. Ein gefährlicher Beigeschmack hat sich in die Beobachtung der Extreme, unser Schietwetter eingeschlichen? Das Vertrauen ist erschüttert: Es gibt sie wirklich, die Klimakatastrophe. Da wechselt die mediale Angst zwischen der Pandemie und der neuen Bedrohungslage am Himmel hin und her. Die moderne Sintflut wird nicht vom queeren Regenbogen gestoppt. Das ist kein Thema für einen Schlagermove. Spaßgesellschaft war gestern, Kanzlerkandidat Laschet hatte seinen Fettnapf. Niemand lacht ungestraft angesichts der Katastrophe. Es sei denn, unbemerkt vor dem Fernseher zu Hause? Aber keiner pupt noch ungehört. Das soziale Ohr wächst aus jeder Alex, die es hinausträgt zu besseren Menschen, die sich gern daran weiden. Das kollektive Netz wird eng. Wir stricken uns eine Solidaritätsschlinge, hängen uns rein, machen den Sack zu. (mehr …)