Drei tote Frauen, eine im Rollstuhl. Eine Nachricht zum Amoklauf in Würzburg, der Prozessauftakt gegen einen Somalier gestern im Fernsehen. Dazu fällt mir Ungewöhnliches ein. Mein Thema ist (wie immer) unser Wortsalat, das vermeintlich Richtige zu denken und die harte Realität auf der anderen Seite. Ein Messer kann eine Waffe sein, aber ein Wort kann dazu führen, es als solche zu verwenden. Vor dem gesprochenen Wort befindet sich noch der gewalttätige Gedanke. Manche möchten bereits hier ansetzen, das Übel im Hirn verbieten, bevor es überhaupt gedacht würde?

Mit einigen Umwegen finde ich mir die Worte für diesen Text zusammen; zunächst Beispiele: Ein „weißer Schimmel“ gilt als Stilblüte. Das Pferd ist bereits als weiß erklärt, wenn es ein Schimmel ist. Ein Rappe ist schwarz, so etwas lernen wir als Kind. Der Lehrer wird dergleichen doppelte Formulierungen dem Schüler ankreiden. Das ist eine Logikschule und entsprechend sinnvoll, jungen Menschen Sprachunsinn auszutreiben. Ausdrucksfehler sind eine eigene Kategorie im Unterricht: „Er schüttelte sie so lange, bis etwas Silbernes im Grase glänzte“, fabulierte seinerzeit ein Mitschüler. Falsch, meinte unser Deutschlehrer, so schreibt man nicht. Wir lernten, dass man Menschen schütteln kann, bis ihnen schlecht wird, aber nicht, bis etwas Silbernes im Gras glänzt. Bis zu diesem Moment fanden wir die Story ganz gelungen erzählt. Ein kriminalistisches Detail war, dass ein Metallgegenstand zu Tage kam, und das passierte in dieser Rangelei. Was sollte an diesem Satz nicht richtig sein?

Vor kurzem schaute ich eine Nachrichtensendung. Der Sprecher betonte, dass jemand wissentlich gelogen habe. Zweimal fiel dieser Satz, jedes Mal schaute ich in das naseweise Gesicht dieses Redners, der die Lüge als solche noch steigern wollte? Andere Beispiele kommen mir dazu in den Sinn. Den Holocaust zu leugnen, ist bei uns nicht erwünscht. Das wäre wohl eine wissentliche Lüge. Alle wissen, wie schlimm es war, selbst die, die damals nicht gelebt haben. Es wird uns ja immer gesagt und mit Bildern gezeigt und bedeutet eine deutsche Wahrheit. Der Coronaleugner folgt dem Erstgenannten auf dem Fuße, aber nichtsdestotrotz wird hier ein verbales Druckmittel angewendet nach dem Motto: Das musst du glauben!

Zu lügen heißt wissentlich Sachverhalte verschleiern.

Kein Tag vergeht, in dem wir nicht vom Angriffskrieg der Russen hören, der dort im Land selbst nicht Krieg heißen darf. In Russland ist es eine Militärische Spezialaktion. Einen Krieg zwischen der Ukraine und Russland nennt es jedoch niemand mehr. Bei uns ist es der völkerrechtswidrige Angriffskrieg, nicht einfach so nur ein Krieg. Nun hat es auch der letzte begriffen, dass Putin seinen Krieg führt. Wer sich in Deutschland nicht auf die richtige Seite stellt, bekommt zunehmend Probleme.

Die Bewertung muss bei uns Teil der Berichterstattung sein wie in Russland.

Kein so anderes Thema: Gestern wurde vom Prozessauftakt in Bayern berichtet. Das ist der Krieg im Inneren. Ein gesellschaftswidriger Amoklauf. Ein Mann aus Somalia habe eine Messerattacke in Würzburg gegen zufällig ausgewählte Opfer geführt. Drei Frauen sind tot. Mehrere Menschen wurden verletzt. Eine Frau so schwer, dass sie dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen sein wird. Zweimal fragte Charlotte Maihoff rhetorisch, wie man jemanden bestrafen solle, der offensichtlich als psychisch krank gilt? Stimmen hätten ihm befohlen, Rache zu üben. Es war demzufolge umgekehrt. Die Strafe war ja bereits erfolgt. Dieser Mann hat erfolgreich Deutschland bestraft. Das sagte Charlotte nicht.

Der Tod bedeutet, unumkehrbar fertig zu sein.

Der Mensch verzettelt sich in der eigenen Wirklichkeit von Sprachkonstruktionen. Papier sei geduldig hieß es früher und sollte wohl heißen, dass man Unsinn hinschreiben könne, der deswegen nicht wahr würde, weil er derart verewigt sei, dass jemand ihn festgehalten habe. Das war vor dem Siegeszug der digitalen Kommunikation. Wir reden mit den Fingern auf der Tastatur.

# Ich bin nicht wahnsinnig

Stetige Provokationen verschieben unsere moralische Grundhaltung zum Bösen. Noch normal; ich kenne mehrere Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und fühle entsprechend mit. Amok in Würzburg, man stellt sich’s vor: Ein Mann wird gezeigt, der sich dem Angreifer mit einem Stuhl entgegengestellt hatte. Um Haaresbreite wäre das schief gegangen. Der Mutige stürzte rücklings über eine Bordsteinkante, nachdem ihm zunächst gelungen war, den Täter gleichermaßen auf sich zu fokussieren und erfolgreich im Schach der vorgespreizten Stuhlbeine zu führen. Andere kamen ihm zu Hilfe und überwältigten den Wahnsinnigen. Ich könnte dieser Mann mit dem Stuhl gewesen sein, der couragiert eingegriffen hat! Oder doch nicht? Vielleicht hätte ich mich feige versteckt? Eventuell könnte ich auch, wie jeder von uns, der Täter gewesen sein. Es sind viel mehr Menschen latent psychisch krank, als man für gewöhnlich annimmt.

Ein Prozent der Gesellschaft wird mindestens einmal im Leben schizophren. Einer von hundert. Die Pandemie hilft, diesen Faktor einzuordnen. Bei uns in Deutschland leben 83 Millionen. Wenn sich 830.000 Menschen täglich mit dem Coronavirus anstecken würden, also ein Vielfaches der höchsten Werte zu Zeiten der Omikron-Variante, hieße das wohl, pro hundert Menschen einem Infizierten zu begegnen. Ganz schön viele. Psychotisch zu werden, ist keine Erbkrankheit. Es gibt kein Gen dafür. Der Anteil der Kinder, die erkranken, wenn die Eltern es haben, ist nur geringfügig höher. Ein direkter Nachweis der Erblichkeit von Schizophrenie ist bislang nicht nachgewiesen worden. Schizophrenie ist zudem nicht ansteckend. In der Konsequenz ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass wir einander gegenseitig krank machen durch den sozialen Druck, den Menschen auf andere ausüben.

Der verrückteste Täter weiß dennoch, dass er sein eigenes Leben zerstört, wenn er einen erweiterten Suizid oder Amoklauf beginnt. So einer kann nicht mehr. Trotzdem hört die Gesellschaft nicht auf, Druck auf bereits verstörte Menschen auszuüben und diese noch zu provozieren. Der russische Präsident gibt das beste Beispiel dafür, wie gefährlich so etwas ist. Dem Despoten ist die wirtschaftliche Beschädigung im Land durch das erzürnte Ausland und die Zerstörung des Territoriums seiner ukrainischen Brüder, als die er den Gegner Russland zugehörig erkennt, nebensächlich. Das Russland von Wladimir Putin wurde bereits viele Jahre lang mit Sanktionen belegt, die aktuellen bedeuten eine weitere Verschärfung bestehender Druckmittel des Westens. Der Präsident gibt an, es hätten Verabredungen bestanden, die NATO nicht in Richtung Osten zu erweitern. Der Westen bestreitet das. Putin bezeichnet die Ukraine als Bedrohung, der Westen kann hingegen den Angriff Russlands belegen und diese Behauptung ad absurdum führen. Wir im Westen brüsten uns damit, unsere Rechtmäßigkeit herauszustreichen und prangern den Druck der falschen Informationen an, mit denen die russische Regierung die Bürger im eigenen Land auf Linie bringt. Der aktuelle Krieg ist weitaus heftiger, als die vergleichsweise smarte Annexion der Krim. Wladimir Putin zieht seine Militäraktion durch, so weit wie er kommt. Bliebe diese dauerhaft stecken im hartnäckigen Widerstand, wird der russische Präsident mit zunächst gezielten Atomschlägen probieren, den Widerstand zu brechen. Er wird diese Barbarei gegen die, wie er sagt, eigentlich russischen Brüder in der Ukraine rechtfertigen mit dem Vergleich, die Amerikaner hätten Hiroshima aus ähnlichen Motiven angegriffen. Ein dritter Weltkrieg ist möglich geworden, weil sich Putin provoziert fühlt und der Westen das nicht ändern kann durch seine Sanktionen. Die Macht, alles zu zerstören ist auf der russischen Seite. Das sieht auch jeder, wenn auch geisteskranke, Amokläufer irgendwann visionär; ein Einzelner kann sehr viel Leid verursachen, bis er dingfest gemacht oder getötet wird. Dem russischen Präsidenten ist das Wohlergehen seines Landes egal. Es geht ihm ums Ego, den Beweis zu führen, dass die jahrelange Gängelung des Westens (die dieser zwar als nötige Reaktion darstellt) und seine Drohungen, was er tun könnte, nicht leere Worte bedeuten.

Genauso im Kleinen unter Nachbarn im Dorf. Die Ohnmacht des Westens in der jetzigen Situation ist vergleichbar mit der bei einem Amoklauf. Man kann den Somalier nun in eine forensische Psychiatrie einweisen. Möglicherweise gelingt es irgendwann, den russischen Präsidenten vor ein internationales Gericht zu stellen? Den nächsten, einzelnen Täter, der seinen Hass ja bereits irgendwo nährt und eine Wunde der Gesellschaft bedeutet, die unterbewusst schwärt, werden wir mit einer Attacke hinnehmen müssen. Die Gewalt als solche und die Umkehr der Sichtweise, was Gut und Böse bedeuten, bleibt eine Möglichkeit der Interpretation einer Situation. Die Menschen wären besser dran, dies als einen Teil der Realität anzuerkennen, als gutmenschliche Phrasen zu dreschen oder mit Waffenlieferungen irgendwo aufzurüsten, als könnte das Böse selbst damit wirksam bezwungen werden.

# Selnskyj ist besonders

Natürlich, es könnte klappen. Niemand hat mit dem starken ukrainischen Gegenspieler und seinem Charisma gerechnet, andere für die gute Sache der Freiheit zu gewinnen. Der Sieg der Alliierten gegen Nazideutschland steht Modell für eine gelungene Aktion gegen das Böse. Eine starke Polizei bedeutet eine stabile Ordnung für eine Gesellschaft. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Fehlschläge im Namen einer guten Sache, bei denen es nicht gelungen ist, Despoten auszuschalten. Der unbequeme Grund ist, dass wir alle unter Druck Dinge tun, die wir ansonsten nicht machen würden. Eine Eskalation scheint schließlich nur mit erheblichen Anstrengungen eingegrenzt werden zu können. Die Gesellschaft täte gut daran, ihren einzelnen Mitgliedern dezente Abgrenzung jeglicher Vereinnahmung zu lehren. Dann benötigte das System weniger Energie gegen geringere Anteile von Gewalt in der Masse. Zur Zeit bewegt sich aber alles in die andere Richtung. Eine immer größere Menge lehnt den Staat auf diffuse Weise ab.

Ein nicht erwarteter Krieg bedroht unsere Stabilität. Die Klimakatastrophe wird greifbar mit jeder Dürre, Überschwemmung, Hungersnot oder Sturm. Die weltweite Pandemie zeigt die Verletzlichkeit des Ganzen durch Krankheiten. Mit diesen Realitäten leben zu können, bedeutet dem Einzelnen mehr denn je, die eigene Angst zu bemerken und Möglichkeiten auszuloten, diejenigen in ihre Schranken zu weisen, die bedrängen, maßregeln möchten. Möglich wäre, in den Staatsfeinden welche zu erkennen, die als Erste die Zukunft bemerkt haben und nicht verschworenen Spinner zu brandmarken, die andernfalls der Mob von Morgen sein werden. Wer zu hassen lernt, was schmerzt, kann, geschieht es auf eine kluge Weise, fröhlich dem Feind Paroli bieten. Wer nur mitläuft, weiß seine Befürchtungen höchstens diffus zu kanalisieren in einer Masse Gleichgesinnter. Die Angst vor einer ungewissen Zukunft ist greifbarer geworden. Damit sind diejenigen, die quer denken, welche, die etwas merken. Die kleiner werdende Mehrheit plappert nur, was bisher galt. Die Klugen haben den Schuss nicht gehört und zeigen mit dem Finger auf Ungeimpfte, Putinversteher u.v.m. bis es richtig laut knallt.

Ich kann heute nachvollziehen, wissentlich Feinde zu haben und diese zu hassen. Ein neues Gefühl, aber nicht schlecht für mich. Mein Profil stört einige. Ich habe mich kreativ mit meiner Malerei, den Zeichnungen und Texten zu einer Persönlichkeit entwickelt, die polarisiert. Zu spät lernte ich, sportlich auf die nicht ausbleibende Bewertung meines Tuns zu reagieren. Inzwischen gelingt es besser.

Ich bin beinahe sechzig Jahre alt. Etwa fünfzig Jahre lang empfand ich keine Feindseligkeit gegen mich persönlich, so gut wie nie jedenfalls. Angst und Wut spüren zu können, ist ein neues Wahrnehmen für mich. Das hält mich geistig frisch und bei guter Gesundheit! Hätte man mich das gelehrt, als die Zeit dafür war, wäre mein Leben gesünder verlaufen. Mich hat man gedrängt, dem sozialen Druck nachzugeben und Plattitüden weiterzugeben. Ich habe geglaubt, was man mir gesagt hat. Das heißt, grundsätzlich den anderen Menschen zu vertrauen, aber nicht der eigenen Urteilskraft. Sich selbst zu vertrauen ist ganz einfach, gelegentlich nein zu sagen. Das bedeutet keinen Krieg. Es ist die gewöhnliche Abgrenzung. Extrem reagieren Menschen nur dann, wenn sie zu spät merken, wie weit sie bereits in die Irre geführt wurden. Hass ist normal, und das nicht spüren zu können, bedeutet das Falsche gelernt zu haben – sich soweit an die anderen anzupassen, bis man sich selbst nicht mehr merkt.

# Tatsächlich, ich denke böse

Drei Frauen hier im Dorf fallen mir sofort ein, um die es nicht schade wäre (das ist meine Meinung heute), bei einer derartigen Attacke wie in Würzburg zu versterben. So sehr habe ich mich verändert. Darum schreibe ich das hin, dass ich eine ohnmächtige Wut nachempfinden kann, ebenfalls Rache zu nehmen an der Gesellschaft (hier in Schenefeld). Es beruhigt irgendwie, als Erkenntnis, dass meine Hand ein Schwert führen könnte, eine Axt oder ich mit einem Auto andere plattmachen könnte, vor allem, wenn ich mir die Konsequenzen vor Auge führe, die so etwas haben würde. Wer keine Perspektive mehr sieht, darf töten. Das hat Gott oder die Natur insofern erlaubt, beziehungsweise niemand, auch kein Staat, kann Amokläufe verhindern, weil es die extremste Form ist, die eigene Freiheit durchzusetzen. Für den Moment, wird mancher einwenden. Anschließend käme das Gefängnis oder der Tod; Täter werden von der Polizei nicht selten erschossen. Ganz offensichtlich schreckt die Androhung einer lebenslangen Freiheitsstrafe diejenigen, die sich am Ende sehen, nicht ab. Einen Rahmen zu schaffen, der so eng ist, der Menschen jegliche Gewalt unmöglich macht, bedeutet eine Zwangsjacke für alle. Wollte man Verbrechen grundsätzlich ausschließen, müssten wir in einer Gesellschaft leben, die jede vitale Aktivität maßregelt. Die Alternative, mehr Freiheit wagen!

Perspektiven schaffen, kollektiven Druck wegnehmen und dem Einzelnen die Kraft geben, selbst gegen den Mainstream zu drücken, ist noch möglich. Es gibt weiter diese fiesen Hasspostings. Gut so. Sie zeigen, wie wir wirklich sind. Ein neues Gesetz dagegen kommt gerade. Es wird scheitern, wie alle vorherigen Versuche, nur gute und folgsame Menschen zu dulden. Das Denken zu verbieten, scheint unmöglich, aber Gefühle zu äußern, kann bereits bestraft werden, wenn gezielter Hass und damit ein Bedrohungsszenario nachgewiesen werden kann oder Rassismus. Es bedeutet immer ein Risiko, zu sagen oder gar aufzuschreiben, was man empfindet. Nicht zu bemerken, wie es mir geht, könnte allerdings schlimmer sein. Das hieße das Risiko zuzulassen, wie zwanghaft loszulegen mit einer Abwehrbewegung gegen eine vermeintliche Bedrohung, die man nur unterbewusst spürt. Insofern erleben wir eine eindeutige Relation aus Gehorsam und psychisch irrationalem Verhalten: Immer mehr Menschen erleben den sozialen Druck, lassen sich etwa gegen Corona impfen, nur als ein Beispiel, weil sie sonst nicht arbeiten dürften und nicht, weil sie von Solidarität mit Alten und Schwachen angetrieben handeln oder der Überzeugung anhängen, diese Medizin tue ihnen gut. Je mehr machen, was ihnen geraten wird, weil sie andernfalls scheinbar eine ganze Gesellschaft gegen sich aufbringen, desto mehr werden sich’s einreden, zu fühlen wie jedermann. Damit nimmt der Anteil der Gestörten, die nichts mehr merken zu. Darum sehen wir einen wachsenden Teil der Gesellschaft wegdriften und sind als System folgerichtig selbst schuld an den zahlenmäßig anwachsenden Verrückten, die uns bestrafen, weil sie’s spontan überkommt.

🙁

# Postskriptum

Andere und alles züchtigen, maßregeln bis zum endgültigen Sieg über das Böse: Daran arbeiten viele mit Eifer, und so könnte die tote Gesellschaft schneller Realität werden, als wir denken. Ein Atomkrieg wäre das, und er erscheint erreichbar, wenn wir zügig machten, was etwa Herr Hofreiter oder Frau Strack-Zimmermann wollen. Waffen der „richtigen“ Seite zu geben und das vollständige Wirtschaftsembargo gegen Russland verlangen welche, die bislang nicht genügend Rampenlicht bekommen haben? Es sind Menschen, die, und das scheinen sie von sich selbst nicht bemerkt zu haben, schon wegen des verstörenden, optischen Eindrucks, den sie machen, dem Drang zu reden, wenn eine Kamera auf sie gerichtet ist, niemand zum Bundeskanzler wählen würde. Man muss sich diese Politiker aus der zweiten Reihe nur kurz anschauen, wenig mitbekommen, um sofort abzuschalten. Das fühlt sich gleich besser an. Die Vorstellung mit derartigen Menschen, wie sie nicht selten öffentlich gezeigt werden, derweil sie ihre Ansichten präsentieren, zwei Wochen gezwungenermaßen Urlaub machen zu müssen, ist unerträglich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal Olaf Scholz als besonnen schätzen würde.