Meckern und töten, böse Welt! Ausgenutzt, bedrängt und nicht respektiert werden, das möchte niemand. Tatsächlich ist unser Leben genauso, dass wir die ganze Zeit angegriffen werden, wie etwa der Mond von Gestein getroffen wird und unser Trabant deswegen mit Kratern übersät ist. Auf der Erde, die unter dem gleichen Beschuss steht, finden sich kaum Krater, Spuren dieser andauernden Angriffe aus dem All. Das liegt an der Atmosphäre. Die Lufthülle ist nicht nur die vertraute Basis unseres Alltags, weil wir atmen. Sie ist das dicke Fell des Planeten, sein natürliches Immunsystem, das die unzähligen Asteroiden verglühen lässt, die uns nahe kommen. Luft ist mehr als nichts. Die rasenden Steine reiben sich im Bereich unserer Atmosphäre an winzigen Partikeln. Reibung erzeugt Wärme, in diesem Fall so viel Hitze, dass die Brocken verdampfen. Wenn sie nicht zu groß sind. Nur ganz dicke Dinger fallen uns auf den Kopf. Die Fachleute fragen sich, ab welcher Größe wird ein Himmelskörper unserer Welt gefährlich, können wir ihn rechtzeitig entdecken, darauf reagieren?

Für den gewöhnlichen Zeitgenossen stellt sich diese Frage nicht. Wenn die Sicherheitsfanatiker mit einem Helm Fahrrad fahren, denken sie nicht, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Sie fürchten Autofahrer, die anderen Radfahrer und nicht zuletzt ihre eigene Dummerhaftigkeit, die zu einem Sturz führen könnte. Manche ängstigt nicht der physische Angriff, die Schmerzen durch einen Knochenbruch. Sie leiden unter verbalen, akustischen Anwürfen, die unseren Alltag begleiten: „Platz da, jetzt komm’ ich!“

# Beim entscheidenden Strafstoß von Englands Stürmer Harry Kane wurde dem dänische Torwart Kasper Schmeichel mit einem grünen Laserpointer ins Gesicht geleuchtet. Nun hat sich die Polizei eingeschaltet. (08.07.2021 t-online, dpa).

Foul. Es kann nicht bestritten werden: Das Corona-Virus und der Raub meines Portemonnaies durch einen geschickten Dieb, meine Tante, die mich anonym bescheißt, um mir das Erbe streitig zu machen und der Staat, der meine Bank zu Strafzinsen zwingt; wir sind unter Beschuss! Das ist Leben. Und: Die anderen sind Schuld.

Es ist alles andersherum.

Liebte ich meine Frau, könnte ich nicht mit ihr verheiratet sein, oder umgekehrt, das Wort taugt nichts. Was in den letzten Jahren passierte, hat zu einigen Änderungen geführt, wie ich’s einordne: Obschon langjährig mit Ring verbunden, zog ich los mit A. (einer Kunstfreundin), schrieb ihr, und sie schrieb mir. Einige Jahre tatsächlich ging das gut. Ein Fehler? Ich nehme es auf mich. Sie ist fünfundzwanzig, wir sind fertig miteinander. Abitur, intelligent, schön. Kann sie noch mutig werden, wie sie’s wollte? Angst ist das Wahrhaftige an ihr. Sie könnte sich eine Regentonne überstülpen, ich würde ihre Furcht bemerken, sie am Gangbild erkennen.

Es hat viel Ärger gegeben. Mein langjähriger Freund H. ist sich sicher, C. (aus der Politik) wäre schlichtweg eifersüchtig auf die jüngere gewesen. Der Einfluss der Amtsträgerinnen auf die Ordnungskräfte ist in der Bundesrepublik Deutschland durch das Gesetz begrenzt.

Die Fehler, die ich in dieser Zeit unbestritten machte, kann ich nicht entschuldigen. Schon gar nicht bei A. – sie war so naiv, zwischen die Fronten zu geraten in einem privaten Krieg, den zugegebenermaßen ich begonnen habe, mit dem Staat, der Polizei, der Gesellschaft. Kontakte verbieten sich. Diese Person ist ein Fake. Beim Tarnen, Täuschen und Theaterspielen haben alle verloren.

Ich hatte vor einigen Jahren begriffen, das Suizide nicht begangen werden, weil diese Selbstmörder eben so verrückt sind, dass sie’s leichthin mal ausprobieren wollen. Wie genau die Sache vonstatten geht, das wollte ich wissen. Ich begann mit unklarer Fragestellung: Ein Segelfreund tauchte plötzlich nicht mehr auf, so etwas verstört. Auf Nachfrage kam wenig zutage. Aber in den folgenden Jahren begriff ich nach und nach, wie alles gewesen war. Es wurde zu meiner zentralen Lebensfrage.

Was macht Menschen psychisch krank, eine ganz allgemeine, pauschale Antwort musste her, fand ich. Mir war aufgefallen, dass man nicht einfach mal zur Bahn läuft, seinen Schädel im rechten Moment auf die Schiene legt und sich gepflegt den Kopf absäbeln lässt. Ich malte 2011 „Begegnung“, und das Bild wurde in Ausstellungen gezeigt. Begriffen hatte ich zu dieser Zeit wenig vom Thema, und ehrlicherweise muss man zugeben, dass meine Forschung nicht strukturiert war. Mir ist nun individuell klar geworden, wie ein Mensch so unter Druck gerät, eine Krankheit das normale Funktionieren in Frage stellt und alles möglich ist.

So bin ich zum zweiten Mal im Thema: „Selfexecuties“ soll das neue Bild heißen. Ich möchte exakt sein. Beim Malen aber auf eine andere Weise als im Blog. Mich interessiert herauszufinden, was genau ich empfinde. Ich möchte wissen, wie ich denke und beobachte meine Empfindungen. Deswegen male ich nicht eine Situation, die es in der Realität so geben könnte. Während ich probiere, klare Worte für einen Text zu finden und mich bemühe, mit präzisen Formen und überzeugender Farbgebung eine Welt abzubilden, die realistisch rüberkommt, möchte ich dennoch lieber deutlich machen, dass meine Produktionen künstliches Theater sind. Das neue Bild soll nicht die (tragische) Realität im Sinne von Berichterstattung in der Presse sein. Mir geht es um einiges, dass man in einem Text so nicht sagen kann, wohl aber auf der absurden Bühne einer verrückten Malerei. Bei aller Kritik an der modernen Welt, bin ich froh in einer Kultur zu existieren, die mir Vorbilder schuf, mich auf diese Weise ausleben zu können. Ich bin dankbar für die fertig grundierten Keilrahmen, perfekte Pigmente und Pinsel in bester Qualität. Mir liegt nichts dran, echte Ölbilder „wie früher“ zu machen oder in der Natur „das Licht“ einzufangen. Ich mache meine Sachen für mich und bekomme die aufregendsten Anregungen aus dem unglaublichen Internet.

Die Jahre haben mich verändert. Mir ist die Umwelt egal, ich unterstütze die grüne Partei nicht, weil ich annehme, so alt zu sein, dass ich hinsichtlich der Klimakatastrophe davonkomme. Ich esse also Fleisch, fahre Auto. Ich bewundere Greta Thunberg unendlich, ohne mich verpflichtet zu fühlen, ihren Mahnungen viel Beachtung zu schenken. Ich mag, dass sie merkt, wie verlogen die Erwachsenen sind. Eine böse Gesellschaft ist der Mensch. Ständig kommt es zu Amok, Krieg und Tod. Der einzige, der sich wenig damit aufhält, die an der persönlichen Notlage des Gestörten unbeteiligten Opfer zu beklagen und stattdessen den Attentäter beweint, bin ich?

Die moderne Genderei und überall verlangte Frauenquote finde ich albern, desgleichen Klage um homophobe Äusserungen und den bösen Sexismus. Das ist mir scheißegal. Die Vorstellung, meinen Penis bei einem anderen Mann in den Hintern zu schieben, ekelt mich. Natürlich ist es furchtbar ausgegrenzt zu werden. Das ändert nicht, dass die geforderte Korrektheit in allen Themen mit meiner Individualität unvereinbar bleibt. Ich bin nicht schwul.

Ich bin kein Papst und auch nicht modern allen gerecht gegenüber, bin selbstgerecht und entsprechend unfair. Ich bin mir bewusst, dass es Behinderte und Benachteiligte gibt, war selbst schon in der Situation ausgegrenzt zu werden. Trotzdem: Ich bin kein, auf welche Weise auch immer, gezwittertes Wesen mit Penis unten und Titten oben oder nur psychisch im falschen Körper gefangen. Darüber mache ich mich lustig, wie Proleten, die bei Kommentatorinnen im Fußball einen Rappel kriegen. Ich grenze aus und weiß das.

Ich gab zu, junge Frauen attraktiv zu finden. Das hat Ärger gegeben! Ich habe mich zum Thema Sex und Internet geäußert, betrunken geschrieben und nüchtern verschickt. Das hat Ärger gegeben. Ich habe entsprechend gemalt, und es hat Ärger gegeben. Frau von der Leyen wollte zu dieser Zeit ein Stoppschild, wie es das bereits in den skandinavischen Ländern gebe, und sie hat Ärger bekommen. Die Kommissarin: „Frau von der Leyen ist blöd. Wenn ein Bild von uns gelöscht wird, stellt derjenige es eine Minute später auf einer anderen Seite wieder ein.“ Die Ministerin wechselte oder wurde gewechselt. Nach weiterem Stress auf anderen Positionen ist sie nun in einem Amt angekommen, dass ihr offenbar so gut gefällt, wie dem Herrn Steinmeier seines. Mir gefällt, dass ich in mancher Hinsicht Recht behalten habe. Durch das weltweite Netz ist eine nach dem deutschem Gesetz nur schwer beherrschbare Situation entstanden. Man kann offensichtlich nicht bestrafen, dass es Nudisten gibt, die ihre Familie nackt fotografieren und das posten wie andere ihre Currywurst, die ihnen gerade serviert wird und dergleichen Quatsch. Moderne Zeiten schaffen neue Probleme. Na klar, wir baden alle nackig am Strand, und es werden Filme gemacht, das verstehe ich schon. Warum muss ich als Papa meine Tochter im Wald fotografieren, die einen Baum toll findet, nackt und in schicken Schuhen, etwa zehn Jahre alt? Ich habe die Kommissarin gefragt: „Was ist Kinderpornografie?“ Und sie sagte schroff: „Die Beine breit.“ Das mag dem geneigten Leser eine Ahnung davon geben, wie schwierig es mit der Gerechtigkeit ist.

Die Schülerinnen tragen dünne Hosen heute, und darin sehen sie aus wie nackt. Die sind mit vierzehn Jahren geschlechtsreif, wenn nicht früher, und da soll mir jemand erklären, was krank daran ist, wenn ich sie auf die entsprechende Weise anstarre. Inzwischen geht es auch unter Gleichaltrigen zu wie bei Huxley (Schöne Neue Welt) vorausgesagt. Das Equipment (in der Gartenlaube) der gestern verurteilten Männer in Münster zeigt aber, was kriminell ist. Das ist eine Dimension von Missbrauch, die jede Vorstellung sprengt und nicht damit zu vergleichen, dass ein Mann beginnt Frauen attraktiv zu finden, sobald die entsprechenden Anreize gegeben sind. Da hat sich einiges geändert. Frau von der Leyen war und ist nie blöd gewesen. Feige ist, dort zu fischen, wo es vermeintlich einfach ist. Und dagegen muss der Bürger vorgehen, mithelfen. Das ist wichtiger, als zu gendern, und wir sollten unsere Gefühle zunächst kennen, bevor wir probieren, uns pauschal verschubladen zu lassen.

Ich gehe nicht mehr zur Wahl, habe beschlossen, mich politisch zu enthalten. Meine Erfahrungen mit der SPD hier vor Ort lassen keine andere Konsequenz zu. Keine soziale Unterstützung für einen Staat, wie auch immer der sich selbst lobt. Deutschland ist ein tolles Land; ich kann es nutzen. Der Rechtsstaat schützt mich vor einer aggressiven Polizei, auch die Dorfpolitiker stoßen an Grenzen. Das gefällt mir. Die falschen Freunde hier haben erreicht, dass ich Frauen nicht mag und asozial aus meinem Abseits spotte, isoliert bin und radikalisiert, ja gewaltbereit? Die Rufmörder haben es begriffen. Man senkt den Kopf, geht mir aus dem Weg und auch ich gehe auf die andere Straßenseite, wenn möglich. Andere feixen fröhlich.

Ich habe für mich mein eigenes Dorf idiotenfrei hinbekommen.

Die Gesellschaft hat mich verloren. Corona, ich bin gut informiert, weiß stets detailliert, wie es auf den Intensivstationen in Hamburg läuft. Trotzdem mache ich möglichst keinen Schnelltest und verzichte lieber auf einiges. Ich meide Menschen. Ich trage Maske. Ich gehe nicht ins Restaurant. Ich gehe allein segeln. Ich mache, wenn überhaupt, Urlaub auf Fehmarn. Und natürlich lasse ich mich aktuell nicht gegen das Virus impfen. Erst mal abwarten. Das ist mein Recht. Ich habe gelernt, was das wert ist und habe zwei gute Anwälte, ausreichend finanziellen Spielraum. Früher dachte ich ganz anders. Damals vertraute ich einigen Werten und was man so sagt. Ich bin heute immer „dagegen“. Deswegen schließe ich mich den Spinnern von „Querdenken“ nicht an. Ich bin Querulant. Das ist individuell. Ich brauche keine Gesellschaft, die mich bestätigt. Ich bin durchdrungen von klammheimlicher Freude, wenn Amtsträger Haue bekommen, bin Rechts- wie Linksanarchist und Farbterrorist ohnehin. Ich bin der gestörte Einzeltäter mit Pinsel. Das haben diese Gutmenschen erreicht.

Ich gehe nicht zum Arzt. Warum? Niemand darf an mich ran. Sowieso: Ich raste aus, wenn man mich bedrängt, etwa im Auto hupt, es müsse schneller gehen und schlage gegebenenfalls zu! Ich denke, ich kann das bezahlen und schäme mich nicht für diese Einstellung. Das Gefängnis ist überall. (Ich bin verheiratet).

Ich bin grundsätzlich verstört und sehe im Helfer pauschal den Gegner. Macht über Hilfesuchende, Diagnose ist bereits Missbrauch: Ärzte machen Geschäfte mit der Angst; Krebs ist eine Firma. Nach monatelangen Schmerzen war ich im Frühjahr in einer Praxis. Der Aufforderung, eine Blutuntersuchung und einen Termin für eine Magenspiegelung bei fachärztlichen Kollegen zu machen, kam ich nicht nach. Ich kann mich nicht überwinden. Mir fehlt das Vertrauen in andere. Ich hatte dreißig Tabletten bekommen, und nachdem ich drei davon an drei aufeinanderfolgenden Tagen genommen habe und es nicht besser wurde, habe ich sie nicht weiter eingenommen. Die Probleme mit dem Magen sind geblieben. Ich kann seit einem Dreivierteljahr kein Bier, geschweige denn Wein trinken, ohne dass es brennt, drückt im Bereich von Magen und Ösophagus. Ich freue mich darauf, dass es doch noch wieder weg geht, von allein, und genauso freue ich mich auf den Krebs, falls die Sache schlimmer wird. Es gibt (solange ich nicht nachprüfe) noch unzählige alternative Erklärungen, was die Schmerzen verursacht. Die Vorstellung, eine Krebserkrankung zu bekämpfen, mit den bekannten Strategien, irritiert und verstört mich, was bringt das? Genauso die gängige Methode, mit Organtransplantationen im Falle zerstörter Körperteile zu reparieren – und der Gedanke dahinter, es sei ein guter Einfall, um nun doch noch länger zu leben – warum lange leben? Das halte ich für eine vollkommen bescheuerte Idee.

Zusammengefasst: Weder die alberne Gleichmacherei, die Schwulenlobhudelei, den Coronaquatsch, den Klimawandellaberkram, die Lügenpolitik, die Steinmeierei und Opferscheiße mag ich noch hören. Ich verachte Weißkittel, Staat, Polizei. Ich kann mit diesen Ansichten nicht in respektvollen Beziehungen mit anderen sein. Das strebe ich auch nicht an. Ich habe keine Beziehungen mehr, die auf Empathie basieren, glaube ich.

Herdenimmunität? Das zeigt, wie Montgomery und Kollegen uns betrachten. Ich bin kein Schaf. Ich esse welche: Koteletts, Lammkarree, Filet, Hüfte und bei Massim(ilian)o gern auch fette Haxe – wenn nur das mit dem Bauch nicht wär’ …

Verkracht mit der Welt. Ich mochte Rotwein. Nun denn, irgendwann muss jeder gehen. Das schafft Platz für andere. Da ist keine Kommentarfunktion im Blog bei mir, und es gibt so gut wie keine Mailkorrespondenz. Gut so. Niemand kann vor anderen damit punkten, mir zu sagen, wie verkehrt ich drauf bin, es sei denn im echten Leben. Unbeachtet im Klo weggespült gibt es keinen Shitstorm. Ich bin in keinem sozialen Netz aktiv und stelle meine Bilder nicht mehr aus. Da sind entfernte Bekannte, die winken mir zu auf der Straße und einige langjährige Freundschaften bestehen unverwüstlich. Das muss genügen. Meine liebe Frau ist noch da und schimpft – wie Frauen das ständig tun. So ist wenigstens was los.

🙂