„Ein Mensch aus dem vorigen Jahrhundert“, wer das in meiner Kindheit über jemanden sagte, wertete ihn ab. Eine gängige Floskel, andere als altmodisch abzustrafen. „Mercedesfahrer mit Hut“ oder „lebt hinter dem Mond“ ging in dieselbe Richtung. Kurz nach der Jahrtausendwende trumpfte ein Bekannter mit dieser Neuinterpretation auf: „Ich bin ein Mensch aus dem vorigen Jahrhundert“, meinte er, verzweifelt über seine digitale Unfähigkeit. Ich konnte darüber lachen. Ein Humor, der nur bei denen verfängt, die als Kind mit Menschen konfrontiert waren, die vor 1900 geboren sind und erschrecken, dass sie inzwischen selbst abgestraft werden können.

Die Pandemie trifft gerade gut entwickelte Staaten. Wir haben ein hohes Durchschnittsalter. Ein Beleg dafür, wie verlässlich Medizin und Versorgung der Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Wir können einen großen Teil der nicht Arbeitenden mitnehmen, stoßen an eine Grenze, die durch stetige Verbesserung des Lebensstandards entstanden ist. Vor den ersten Impfungen traf die Corona-Erkrankung besonders die ältere Generation. Das sind Menschen, die in früheren Jahrhunderten niemals in solcher Breite dieses Alter erreichten. „Wir haben unser Mindesthaltbarkeitsdatum längst überschritten“, mit diesem Witz probierte ein Freund zu punkten.

Das kam gut an.

„Soylent Green“ aus dem Jahr 1973 nimmt diese Zukunft auf erschreckende Weise vorweg: die Überbevölkerung des Planeten. Zu dieser Zeit schien ein Flug zum Mars, und dass wir ihn in nächster Zeit besiedeln würden, realistisch. Heute, wo tatsächlich daran gearbeitet wird, sind Zweifel angebracht; ob wir das rechtzeitig schaffen, unseren Fortbestand sichern können, die Erde bewohnbar bleibt. Außerdem kommt es einigen, die Raumfahrt als Kind fasziniert hat, heute nicht mehr in den Sinn, sich für ein Leben im All zu begeistern.

Mich irritiert, dass stetige Verbesserung und Fortschritt ein Problem geschaffen haben.

Die frühzeitlichen Menschen wurden nicht alt. In einer Kurzgeschichte von Jack London beschreibt der Schriftsteller, wie die indigenen Menschen in Stammesstärke weiterziehen und ein Greis zurückgelassen wird. Der Alte ist erblindet, zu schwach, um die Reise in eine wärmere und fruchtbare Region ein weiteres Mal schaffen zu können und weiß das auch.

Ein Feuer brennt. Die anderen brechen auf, er realisiert es an Hand der Geräuschkulisse. Ich erinnere nicht, ob und wie sich jemand von ihm verabschiedet, glaube aber, dass es Teil der Erzählung ist. Das ist die einzige Möglichkeit die sie kennen und akzeptierter Brauch. Der Alte legt gelegentlich Holz aus einem kleiner werdenden Stapel nach, damit das Feuer nicht verlöscht. Er prüft, wie viele Zweige noch in Reichweite sind. Er kann nicht aufstehen, nichts sehen, und es beginnt zu schneien. Lange schon ist nichts mehr von der Sippe zu hören. Erinnerungen kommen ihm, während es kälter wird, der Holzvorrat kleiner. So ungefähr. Das habe ich als Jugendlicher verschlungen, dann ging das Buch verloren. Als ich’s später in einem Geschäft entdeckte, habe ich es wieder gekauft, noch einmal gelesen. Es steht im Regal. (Jack London, Alaska-Erzählungen, Das Gesetz des Lebens, Fischer 1992).

Einiges passierte seit der Steinzeit. Die Zivilisation erfand den Fortschritt, der Mensch zivilisierte sich fort. Zurück zur Natur? Immer galt anderes als richtig. Vor wenigen Tagen zappte ich in eine archäologische Sendung. Gezeigt wurde im zufällig erwischten Moment der Schädel einer Frau. Die lebte bei Rom zur Zeit Cäsars, starb früh. Die Spezialisten für die Epoche stellten Hypothesen auf. Eigentlich ein Mädchen, etwa zehn Jahre alt, könnte sie die Frau eines Soundso gewesen sein oder eine Sklavin. Das wäre üblich gewesen, und heute würden wir sagen, es ist ein Kind. Das erklärte der Sprecher ganz nebenbei. Keineswegs wurde eine Parallele in die Neuzeit gezogen und unsere Sexualpraktiken oder der Sinn von Ehe, Schutz der Kinder und dergleichen diskutiert. Wie lange dauert Kindheit? Wer bestimmt darüber: Gott, die Natur, der Staat oder die Nachbarn? Ist’s richtig wie es jeweils üblich ist; das wäre eine andere Doku mit entsprechendem Thema. Ich habe mich nicht mit der Sendung aufgehalten, ein prägnanter Schnipsel blieb hängen, mehr nicht. Diese Forscher bewerten im Rahmen der jeweiligen Schublade, in der sie tätig sind.

Schon immer wurde über junge Menschen entschieden, wie es richtig sei, sich gehöre. Die Macht der sogenannten Erwachsenen bestimmt ihr Leben. Wer glaubt, heute sei die Welt besser und er selbst menschlicher im Sinne von gütiger, fairer und gerecht, muss berücksichtigen, Teil der Gegenwart zu sein und diese nur mitzugestalten, aber nicht grundsätzlich erschaffen zu haben. Es ist leicht aufzuzeigen, wie widersprüchlich unsere Umgebung auch heutzutage kommuniziert, und immer noch werden besonders junge Menschen massiv getäuscht.

Als Kind wurde ich nach Marktschellenberg „verschickt“, im Berchtesgadener Land, und zwar 1976, wohl noch vor dem zwölften Geburtstag im August. Mit dem für mich inzwischen befremdlich anmutenden Begriff bezeichnete man ganz offiziell eine Sozialleistung der Krankenkasse. Das geschah für sechs Wochen in den großen Ferien im Sommer. Ich vermute diesen Grund: Meine Eltern planten einen Neubau. In einer (besonders für meine Mutter) typischen Weise wurde mir nur angedeutet, was im Gange war. Nach einem Gespräch mit Dr. Hofeld entschied der Kinderarzt, ich sei zu leicht für mein Alter, zu dünn. Die Barmer-Ersatzkasse hätte in den Bergen ein (schönes) Kinderheim, dort müsste ich hin, und dann würde das besser.

Als ich zurück kam, war unser Haus bereits abgerissen, ein Schock für mich. Ich solle mich freuen über das großartige Projekt, ein Geschäftshaus zu bauen, das spürte ich, und dann freute ich mich nach Kräften. Tatsächlich hatte ich nicht zugenommen, aber das interessierte niemanden. Ich fühlte mich die meiste Zeit vollkommen einsam und verlassen in Berchtesgaden.

Dort sah ich zum ersten Mal Filme der populären Serie „Don Camillo und Peppone“ im Fernsehen. Später habe ich mehrere originale Bücher dieser Geschichten für die Zeitung von Guareschi gelesen. Neben Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ mit John Malkovich, empfinde ich die Bassa-Verfilmungen als nah am Text gelungene Adaptionen. Mit den beliebten Karl-May-Filmen konnte ich weniger anfangen. Andere haben auch Probleme: Spencer Tracy könne nicht der alte Mann sein, den Hemingway gemeint habe, fand Otto Ruths, mein alter Professor. Mit Fernandel, der ja tatsächlich Franzose war, J. Tati in „Mon Oncle“ oder „Ferien am Meer“, und natürlich Chaplin in vielen Filmen, ist meine Erinnerung an früher untrennbar verwoben. Den „kleinen Prinzen“ von Saint Ex’ habe ich natürlich gelesen und weitere Bücher des Fliegers und wunderbaren Autors. Mich hat der Wunsch umgetrieben, wie die zu werden, die ihre Kindheit nicht vergessen haben. Warum? Das könnte ich erst heute sagen: Das Beste am Älterwerden ist wohl die zunehmende Freiheit der Bewertung, also frei zu werden vom Zeitgeist und die Mode wahlweise ins persönliche Dasein zu integrieren oder abzulehnen. Das konnte ich nicht begreifen. Aber es würde sich mal später lohnen, das war schon klar.

Guareschi beschreibt das Fahrrad in der Bassa.

# Man kann nicht verstehen, dass es auf dem Erdenfleck zwischen dem großen Fluss und der großen Straße eine Zeit gegeben haben sollte, in der das Fahrrad unbekannt war. Tatsächlich fahren in der Bassa alle Rad, von den Achtzigjährigen bis zu den Fünfjährigen. (…).

Man muss wirklich lachen, wenn man die Fahrräder der Städter sieht, diese funkelnden Dinger aus besonderen Metallen, mit elektrischer Beleuchtung, Gangschaltungen, patentierten Werkzeugtaschen, Kettenschutzdeckeln, Kilometerzählern und anderen derartigen Dummheiten. Das sind keine Fahrräder, sondern Spielzeuge zur Unterhaltung der Beine. Das wirkliche Fahrrad muss wenigstens dreißig Kilo wiegen. Der Lack muss bis auf kleine Spuren abgekratzt sein. Ein richtiges Fahrrad hat unbedingt nur ein einziges Pedal. Vom anderen Pedal darf nur die Achse übrig sein, die von den Schuhsohlen so abgeschliffen wird, dass sie fantastisch glänzt, und die das einzige glänzende Ding am ganzen Apparat sein darf.

Die Lenkstange, natürlich ohne Handgriffe, darf nicht idiotisch rechtwinklig zur idealen Radfläche stehen, sondern muss um wenigstens zwölf Grad nach links oder rechts verstellt sein. Das wirkliche Fahrrad hat keinen hinteren Kotflügel; es hat nur den vorderen, an dessen unterem Ende ein gehöriges Stück von einem Autoreifen pendeln soll, womöglich aus rotem Gummi, um das Anspritzen zu verhindern.

Es kann auch den hinteren Kotflügel haben, wenn dem Radfahrer der Kotstreifen lästig fällt, der sich sonst bei Regen auf seinem Rücken bildet. In diesem Fall muss aber der Kotflügel seitwärts teilweise so verbogen sein, dass er dem Radfahrer das amerikanische Bremsen erlaubt, das darin besteht, dass man mit dem Hosenboden das Hinterrad blockiert.

Das richtige Fahrrad, das die Straßen der Bassa bevölkert, hat nämlich keine Bremsen, und seine Reifen müssen so abgenützt sein, dass man ihre Löcher mit Manschetten aus alten Pneus schließen muss, wodurch jeder Reifen jene Verdickungen erhält, die dann dem Rad eine geistvoll aufrüttelnde Bewegung anzunehmen erlauben. Dann erst wird das Fahrrad ein wesentlicher Bestandteil der Landschaft. (Giovannino Guareschi, Don Camillo und seine Herde, Rowohlt 1957).

Was würde der Autor zu den heute anzutreffenden, elektrisch verstärkten Rentnerbomben mit Helm und gelber Tüte darauf sagen?

Sie donnern mit Warnweste um ihren Leib gewurstet durch. Sie haben einem Spiegel am Lenker, können den Hals nicht frei drehen. Daran ändert ihr Fitness-Training in einem Studio nichts. Für alles gerüstet, vom „Trekking“ über „Spinning“ bis ins komplette Beknackting. Dicke Taschen am Hinterrad. Sie kommen auf gepolstertem Sattel daher, der eine Sitzfläche der Größe hat, jeden Elefanten zu transportieren und benötigen entsprechende Federung. Wenn möglich, fahren sie Tiefeinsteiger. Eingebildet fordernd, ihrer vermeintlichen Wichtigkeit bewusst aus der Wäsche schauend, klingeln sie sich den Weg frei. Erkennbar sich nicht wahrnehmend, sitzen diese unnötigerweise dummen Menschen in schlapper Körperhaltung auf dem Bike und glauben sie seien normal und deswegen ist es in Ordnung. In Anbetracht der Masse ihres Vorhandenseins und dem Wirtschaftszweig, den sie gleichermaßen geschaffen haben, wie Tand produzierende Firmen nutzbare Konsumenten erst formten, immer neue Accessoires erzwangen, ohne die so einer nicht aufsteigt, sind sie tatsächlich normal. Zu Fuß nur schnaufend unterwegs oder mit nachgeschleppten Walking-Stöcken rumhetzend, weil ihnen wer sagte, das sei gut für sie – das ist, was ich sehe.

Der verblödete Mensch ist alltäglich geworden.

Er nimmt mindestens fünf verschiedene Pillen am Tag ein, die ihm drei verschiedene Ärzte verschreiben. Dazu noch einige Präparate aus der Werbung. Die zurzeit vorgeschriebene Maske hängt ihm vollgesabbert unter dem Kinn. Wenn irgendwo eine Warteschlange pandemiebedingt anzutreffen ist, tut er so, als bemerke er’s nicht und mogelt sich direkt in das Geschäft, die Bankfiliale. Der sich selbst, was Psyche und Physis betrifft, unbewusste aber zwanghaft drängelnde Idiot ist Alltag.

# Der „Marlboro-Man“ ist an Lungenkrebs gestorben

Früher haben die Menschen geraucht und getrunken, auch bei der Arbeit. Heute wird nicht gesünder gelebt, aber mehr verboten und geregelt. Auf Youtube sind zahlreiche Zusammenschnitte mit Werbung des HB-Männchens eingestellt. Vermutlich aus Gründen des Urheberrechts sind viele Filme um die Schlussphrase der Szenen gekürzt, in denen eine freundliche Stimme sagt: „Wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ und das Produkt empfiehlt.

Eine der Episoden zeigt den Mann, der das Baby zum Hüten an der Wohnungstür übernimmt. Natürlich brüllt das Kind im Kinderwagen am Stück, und Bruno gibt alles, das Balg zu bespaßen mit den bekannten Katastrophen und dem unverwechselbaren Gezeter. Dann geht er wie gewohnt durch die Decke. Anschließend, in der ungekürzten Fassung, zündet sich das HB-Männchen eine Zigarette an. Genüsslich und entspannt qualmend schaukelt er den Kinderwagen, und das Baby gibt humorige Gluckslaute von sich.

Man stelle sich die Empörung heute vor.

Die täglich präsentierten Spots für Abführ- oder Schlafmittel, Entspannungsprodukte und Präparate zur Pflasterung des gereizten Darms wie auch die vermeintlich nötigen B-Sprintvitale sind akzeptiert.

Hyaloron-Produkte mit pharmazeutischen Inhaltsstoffen haben Frühstückscerealien und linksdrehende probiotische Kulturjoghurts abgelöst. Diese Filme stören offenbar nicht so, wie armselige Reste der Tabakwerbung (mit Warnhinweis absurd doppeldeutig), gegen die verbittert gekämpft wird. Auf Schritt und Tritt farbenfreudige Großreklame, die meine Jugend begleitet hat, bis die Zensur sie zurückstutzte. Man kommt nicht umhin, die Verbesserung, den Fortschritt zu bemerken. Die Leute werden älter. Das beweist, dass die Medizin das Leben verlängern kann. Nie wurde der Krebs so bekämpft wie heute.

Großartig.

Ich habe schon gelebt und fuhr Auto, als zwingend der Gurt vorgeschrieben wurde. Bald darauf bekamen die Fahrzeuge auch hinten welche. Eine schrittweise voranschreitende Entwicklung, Menschen in Fahrzeugen besser zu schützen. Es dauerte, bis Gurte im Reisebus verpflichtend wurden. Die bösen Fahrzeughersteller und die dummen Bürgerinnen und Bürger leisten noch Widerstand wie die Gallier bei Asterix. Die größtmögliche Sicherheit für den Menschen wäre, das Haus gar nicht erst zu verlassen und Fahrzeuge zu meiden, und vielleicht könnte man Warnhinweise an die Bushaltestellen schreiben: „Busfahren kann tödlich sein!“ Die inzwischen mit Plexiglas vor dem Corona-Virus geschützten Fahrer der städtischen Linienbusse sind nicht angeschnallt, die Fahrgäste stehen rum. Ich habe einmal eine Vollbremsung aus gutem Tempo auf Null runter mit einem Gelenkbus erlebt, Luruper Chaussee: „Tut mir leid Leute, ein Hund“, meinte der Busfahrer lapidar. Das bleibt mir unvergesslich.

# Au-a!

Eine Helmpflicht für Fahrgäste, und der Helm muss bereits vorher an der Haltestelle aufgesetzt werden, das wird kommen. Dann die allgemeine Helmpflicht für Fußgänger, anschließend die in öffentlichen Gebäuden. Später im privaten Bereich, Schlafzimmer ausgenommen, noch. Realität heute: In den Wartehäuschen tragen die Reisenden, schon bevor der Bus kommt, nach Vorschrift eine medizinische Maske. Die Krankheit ist präzise unter dem drei Quadratmeter umschließenden Dachüberstand identifiziert, von der HVV nach Hausrecht juristisch unangreifbar konzipiert, aber auf dem Gehweg daneben ist kein Corona und du kannst gern mit Meyer quatschen.

Die Bank im Staddi-Schenefeld schreibt ungefähr dies am Eingang:

„Hier tragen alle Maske. Wenn Sie in die Filiale kommen, tragen Sie bitte eine medizinische Maske. Wenn Sie aus welchem Grund auch immer keine Maske möchten oder mit medizinischem Attest davon befreit sind, sehen Sie zu, Ihr Anliegen anders zu erledigen. Hier dürfen Sie nur mit Maske rein.“

# Keine Diskussion

Das Schild an der Filiale bremst Querdenker und medizinisch wehleidige Egospinner von Beginn an aus. Fein. Das Hausrecht und der Föderalismus zeigen die Macht einer Gruppe auf, die ihre Grenze zu ziehen weiß. Unsere individuelle Freiheit. Wir diskutieren auf dem Rettungsboot mit dem Kapitän über den zu steuernden Kurs, bis wir endlich zusammen versaufen und verhungern auf dem Meer.

Mein Dorf.

Der Schlachter im (unweit der Bank) selben Einkaufzentrum (in dem konsequent Maskenpflicht herrscht) beheimateten Supermarkt hinter seiner Fleischtheke ist ein fröhlicher Mensch. Das ist kein Spinner. Der trägt keine. Er hat ein feistes, gelbes Schild auf der Brust, darauf steht in etwa: „Fragen und belehren Sie mich bitte nicht. Ich bin aus medizinischen Gründen von der Maske befreit.“

Mir gefällt das. Ich finde es nicht schlimm, diese Maske zu tragen. Schlimm finde ich diejenigen, die herumstreiten. Statt darauf zu achten, Abstand zu halten, schnauzen sie dich lieber aus fünfzig Zentimeter Entfernung an, wenn du probierst, den Aushang an der Bushaltestelle zu lesen.

Ich kann kontern. „Gehen Sie doch dahinten hin“, preie ich die Alte an, ohne sie zu respektieren, setzte böse nach: „Ich kenne Sie. Sie dackeln hier regelmäßig rum. Wenn Sie mich ein weiteres Mal als ,Idioten‘ bezeichnen, zeige ich Sie an!“ Daraufhin bekommt die Olsch es mit der Angst zu tun, dreht sich um.

Die Doofe bleibt aber, mich nahezu anrempelnd, nach dem Motto „mein Platz!“ auf Tuchfühlung stehen. Sie könnte locker einige Meter unterhalb des Regendachs beiseite treten, wenn sie sich um unsere Gesundheit Sorgen machte. Ich lese endlich den Aushang, weil mein 285er nicht wie gewohnt fährt, so gut es geht in dieser Position, diszipliniere mich, die Klappe zu halten.

Dann steigt Nancy zufällig am Rathaus ein, und das entschädigt nun wirklich.

Vor wenigen Tagen bin ich auf dem Gelände des Hamburger Yachthafens unterwegs. Das ist vergleichbar mit einem großen privaten Parkplatz. Es gibt mehrere Bootshallen, dazwischen sind Verbindungswege und aus Gründen des Flutschutzes erhöhte Plateaus mit dort abgestellten Schiffen. Eine Anlage, die von Fahrzeugen nur in Schrittgeschwindigkeit genutzt wird. Es beginnt zu regnen, als der Hafenmeister (mit seinem kleinen Fahrrad unterwegs) meint, mir eine andere Halle am hinteren Ende des Geländes zu empfehlen für mein Anliegen. Ich beschließe, ihm mit dem Wagen zu folgen, statt das Auto stehen zu lassen, wo es geparkt ist, und zu Fuß mitzugehen. Es hört gerade auf, „langsam“ zu regnen.

# Natürlich schnalle ich mich nicht an

Schon weil die ersten Meter ausbiegend rückwärts zu fahren sind, die nützliche Rückfahrkamera in diesem Fall schlechter informiert als eine beherzte Rumpfdrehung, der erweiterte Schulterblick, den ich in der Fahrschule lernte und in meinem Alter noch mühelos zustande bringe. So weit so gut.

Kaum, dass ich ins Vorwärts umgeschaltet habe, beginnt überraschend ein Warnton. Wir haben das Fahrzeug neu. Ich kann fahren, aber ich interessiere mich nicht für Autos, denke naiv: „Ach so, das ist, weil ich den Gurt nicht anlegte“, und ignoriere das Signal. Vielleicht kann man es abstellen? Ich bin ein Mensch aus dem vorigen Jahrhundert. Ich folge dem Bootswart auf dem Klapprad. Man glaubt es nicht: Nach wenigen fünfzig Metern steigert sich das mahnende Piepen in ein infernalisches Pfeifen, so was von penetrant (!) – und sicher nicht abstellbar. Das wird mir schon klar.

# Schöne neue Welt, ich will hier weg

Keinen Krankenwagen kann man sich als Fußgänger noch gefahrlos anhören, wenn es ihm gefällt, direkt neben dem Gehweg, auf dem man läuft, sein blödes Tatü loszulassen! Das ist lauter geworden. Eine alberne Welt, finde ich. Wir werden älter, ja, manches ist sicherer, natürlich. Es gibt die tollsten Produkte, das stimmt. Nichtsdestotrotz sind viele „Zivilisationskranke“ unter uns, die an den Widersprüchen aus Erwartungen, Absicherungen und erhofften Lustbefriedigungen unserer Zeit scheitern, wie immer schon Menschen in jeder Epoche nicht klar gekommen sind. Das stellt sich nur anders dar.

Als ich klein war, erzählte mein Vater gern von früher. Möglicherweise ist das ein erblicher Charakterzug. Unsere Familie käme aus dem Mecklenburgischen hieß es, und die Vorfahren wären als Hugenotten aus Frankreich ausgewandert. Tatsächlich machten meine Eltern einen Ort aus: Dingelstädt, wälzten alte Kirchenbücher.

Vorfahre Emil-Hermann hätte „seine Geige auf einem Zaunpfahl zerschlagen“, der junge Mann wäre es leid gewesen, das „Gefiedel“ erlernen zu müssen. Es hieß, er hätte sich zu Fuß auf den Weg nach Hamburg gemacht, wurde Seemann. Mit seiner holländischen Frau begründete der Seefahrer eine Familie mit zahlreichen Kindern in Finkenwerder. Willy, der verstorbene Vater von meinem „Erich“ (den ich ganz selbstverständlich beim Vornamen nannte, was irgendwie richtiger war, als z.B. „Vati“ zu sagen), wurde von ihm als „der Alte“ bezeichnet.

Wohl auch, weil er „Schipper“ im Hafen war, ein Kapitän.

Der Alte. Dessen Bruder Johnny wurde vom Vater zur Seefahrt gezwungen. Auf dem Schiff vom Emil-Hermann, der dort als Steuermann (oder Kapitän) in der Weizenfahrt nach Australien segelte, musste der Junge an Bord mitfahren. In einem fernöstlichen Hafen trickste der Vater seinen Sohn aus und ließ ihn nach einem Landgang fassungslos allein am Ufer zurück. Der Junge sah gerade noch, wie die Bark nah der Kimm mit dem Schlepper in See ging. Das war tatsächlich als Erziehungsmaßnahme gedacht, um einen „Mann“ aus ihm zu machen. Es wurde erzählt, Johnny hätte daraufhin nie wieder ein Wort mit seinem Vater gesprochen, nachdem es ihm gelang, ein Schiff und eine Heuer nach Hamburg zu bekommen. Er war mit vielleicht vierzehn Jahren ein Kind (und ohne Englisch zu können) in der Fremde allein zurück gelassen worden.

Später: Johnny trank.

Der verkaufte Fisch und anderes in einem Geschäft am Hafen, als Adolf Hitler an die Macht kam. „Dat gift Kriech!“, waren sich Willy und sein Bruder sicher. „Un’ dat, wo ick grood up de tweete Flasche an’ Doog trainier“, befand Johnny – und meinte Hochprozentiges.

Trinken war nicht ungewöhnlich.

Mein Vater ist zunächst Maschinenschlosser in Wedel gewesen. In der Schlosserei war es ganz selbstverständlich, Bier im Rahmen der Beschäftigung (mindestens in der Pause) zu trinken. Und es gab diejenigen, die „Holsten“ bevorzugten und die anderen, die nur „Astra“ tranken.

Fett zu essen, das Trinken und zu rauchen waren gesellschaftlich akzeptiert.

Erich las gern Simenon, bei mir stehen einige Maigrets im Schrank. Im Internet habe ich das erste Kapitel eines bekannten Romans gefunden, an den ich mich gern erinnere. Ich probiere daraus (stark) gekürzt und auf die Bier- und Sandwichbestellungen verdichtet zu zitieren.

# Aufregung am Quai des Orfèvres

Ab halb vier hob Maigret von Zeit zu Zeit den Kopf, um auf die Uhr zu sehen. Um zehn vor vier unterschrieb er das letzte Schriftstück, das er soeben durchgesehen hatte, schob seinen Lehnstuhl zurück, wischte sich den Schweiß von der Stirn und betrachtete unschlüssig die fünf Pfeifen im Aschenbecher, die er geraucht hatte, ohne sie hinterher auszuklopfen. (…). Es war der 4. August. Aber obwohl die Fenster weit offen standen, hatte es sich kein bisschen abgekühlt; heiße Luft drang herein, die von dem geschmolzenen Asphalt und dem glühenden Pflaster aufstieg. Man wartete fast darauf, dass auch die Seine anfing zu dampfen wie kochendes Wasser auf einem Herd.

Die Taxis und Busse auf dem Pont Saint-Michel fuhren langsamer als sonst, schleppten sich dahin, und nicht nur bei der Kriminalpolizei waren alle Leute in Hemdsärmeln. Auch auf den Gehsteigen trugen die Männer ihre Jacketts unter dem Arm, und vorhin hatte Maigret sogar Leute in Shorts gesehen, wie am Strand. (…).

Maigret erhob sich mühsam, nahm eine der Pfeifen, klopfte sie aus, zündete sie an und ging dann zu einem der Fenster, an dem er stehen blieb, um das Restaurant am Quai des Grands-Augustins zu beobachten. Es hatte eine gelb gestrichene Fassade, und man musste zwei Stufen hinuntersteigen, um in den Gastraum zu gelangen, der gewiss fast so kühl war wie ein Keller. Die Theke war eine richtig altmodische Zinktheke, an der Wand hing eine Schiefertafel, auf der mit Kreide geschrieben stand, was es zu essen gab, und es roch immer nach Calvados.

Bis zu den Buden der Bouquinisten am Seine-Ufer roch es nach Calvados.

Reglos blieb er vier oder fünf Minuten stehen, zog an seiner Pfeife, sah, wie ein Taxi unweit des kleinen Restaurants hielt und drei Männer ausstiegen und die Stufen hinuntergingen. Die ihm vertrauteste der drei Gestalten war Lognon, der Inspektor aus dem 18. Arrondissement, der von fern noch kleiner und dünner wirkte. Maigret sah ihn zum ersten Mal mit einem Strohhut.

Was würden die drei trinken? Bier zweifellos. (…).

Alles verlief wie geplant. Maigret ging, ein wenig schwerfällig und ein wenig unruhig, zurück in sein Büro (…).

Um sechs Uhr brachte der Kellner der Brasserie Dauphine ein Tablett mit Biergläsern. (…). Wenn Bier gebracht wurde, war das ein Zeichen, dass Maigret sich auf ein langes Verhör einstellte. (…). Um halb acht hatten sich bereits fünf Presseleute im Flur versammelt, und sie sahen den Kellner von der Brasserie Dauphine mit neuem Bier und Sandwiches heraufkommen. (…). Nacheinander verschwanden die Reporter in einem kleinen Büro am Ende des Flurs, um ihre Zeitung anzurufen. (…).

„Sollen wir uns auch Sandwiches kommen lassen?“

„Ach was!“

„Und Bier?“

Die Sonne verschwand hinter den Dächern, aber es war noch hell. Zwar flimmerte die Luft nicht mehr, die Hitze aber war noch immer drückend.

Um halb neun öffnete Maigret seine Tür. (…).

„Wie spät ist es?“

„Halb zwölf.“

„Nun, dann ist die Brasserie Dauphine ja noch offen, und ich werde dort eine Kleinigkeit essen.“

Maigret, Janvier und Lapointe brachen gemeinsam auf. Zwei, drei Journalisten folgten ihnen bis in die Brasserie, wo sie an der Theke einen Schnaps tranken, während die drei Männer sich in den zweiten Raum setzten und mit müden, sorgenvollen Mienen etwas bestellten. (Georges Simenon, Maigret stellt eine Falle, zuerst erschienen 1955).

Die Menschen einer Generation wachsen in der für die Zeit typischen Umgebung auf. Vor einigen Jahren war ich mit der S-Bahn unterwegs. Lange vor der Pandemie. Aber noch nicht so lang her. Auf einem Sitzplatz am Fenster fuhr ich rückwärts und konnte in die Auwiesen schauen. Mir direkt gegenüber, dass sich beinahe unsere Knie berührten, saß eine junge Frau im Alter einer Studentin, Anfang zwanzig, hübsch, dünn, schwarzes Haar. Wir schauten aus dem Fenster, einander auch einige Male kurz an, sie zog das Smartphone hervor, steckte es wieder weg, wie man es eben so macht.

Als wir an den Hochhäusern vom Autal und dem Bahnübergang anlangten, begann eine kleine Zeitreise scheinbar.

Das Mädchen, im Emo-Style, zieht wie selbstverständlich eine Packung Tabak aus der Jacke und rollt mit flinken Fingern eine Zigarette. Sie leckt den Papierrand an, klebt routiniert ein perfektes, schneeweißes Röhrchen zusammen, steckt es, als der Zug den Bahnsteig erreicht, in den Mund und steht auf, ohne mich noch einmal anzusehen. Sie geht durch die erste offene Tür, und während ihr Fuß die Schwelle überschreitet, brennt schon ihre Zigarette.

Als wäre es früher.

„Kleine Freunde“, fand einmal jemand, so wie Kaffee, das seien Zigaretten. Aber das hörte ich 1985 oder so. Als mich damals ein Amerikaner besuchte, meinte der über seine Heimat: „The land where no one smokes.“ Bei uns aber war zu rauchen selbstverständlich.

Ich habe in Stade angefangen. Bis dahin hatte ich nur gelegentlich geschnorrt. Wir lagen mit den Jollen im Päckchen, ein schöner Sommertag. Statt Segelfreundin Kocki wie gewohnt zu fragen, ging ich ohne mich zu erklären an Land zum Kiosk um die Ecke. Ich kaufte eine Schachtel „Prince“ (weil Telle die rauchte), und das wollte ich auch. Kocki war entsetzt:

„John! Du hast eigene!?“

Meine Mitseglerin war es gewohnt, mir ihre anzubieten und fand es gar nicht gut, dass ich mir gerade eine erste eigene Schachtel kaufte.

Sie sei um meine Gesundheit besorgt.

Ich habe geraucht bis etwa kurz vor der Jahrtausendwende, nur gut zehn Jahre.

Dann habe ich wieder aufgehört.

Ich benötigte eine Schachtel am Tag und eine zweite mindestens, wenn ich abends irgendwo mit Leuten unterwegs war. Die Wände meiner Wohnung waren gelb davon. Ich arbeitete zu Hause am Rechner und rauchte währenddessen. Mein Mitsegler Jan, mit dem ich die Regatten fuhr, ermahnte mich oft. Man könne nicht Sport machen und rauchen. Ich war ganz dünn und hatte viel Ausdauer bei schlechtem Wetter, konnte gut hängen und mühelos in den Mast der Jolle klettern, um etwas zu klarieren. Ich ging jeden Dienstag zum Zirkel-Training bei Norbert. Ich machte dreizehn gute Klimmzüge mit der korrekten Handhaltung. Ich war bestimmt nicht kräftig, aber ausdauernd und hatte bei der Bundeswehr Gefallen daran gefunden, „Fünftausend“ zu laufen. Einige Jahre, und das waren die, in denen ich Raucher war, bin ich durchaus fit gewesen. Bei unserer Hochzeit hatte ich nach einer Zeit, in der ich auch Pfeife rauchte, bereits aufgehört.

Das gehört auch dazu: Ich wurde recht fett, trainierte kaum, gab meine ambitionierte Einstellung auf, obschon ich noch viele Jahre in der Bezirksmeisterschaft mit guten Platzierungen gesegelt bin. Als Sportler sehe ich mich gar nicht. Genauso wenig als „Skipper“ im Sinne der Zeitschriften: auf einen „Törn“ gehen, Modejacke tragen, Seglermütze – nein. Ich bin mit dem Segeln und an der Elbe groß geworden. Niemand kann mir das nehmen, eine Liebe zur Jolle und unsere familiäre Vergangenheit. Hamburger und Schulauer Geschichte, über Hottl’, die Nabers und Horst „Kohlensack“ Körner zurückerinnert, bis zu den Urgesteinen Adje, „Waldi“ Sellschopp, Karl Rehder (Kuddl Dutt) oder Theo Tetzen mit „Moi Bris“. Manche haben mit den Jahren immer neue Schiffe gekauft, die entsprechend ihrem beruflichen und familiären Status angepasst mitgewachsen sind. Aber ein großes Boot zu besitzen, mit dem entsprechenden Komfort, kommt mir nicht in den Sinn. In die vielen Preise, die ich gewonnen habe, stellte ich normalerweise Pinsel, bewahrte Kram drin auf, und bis heute liegen die Pötte rum. Ich mache mir nichts daraus.

Was man tut oder lässt ist kaum entscheidend, in Bezug auf die Befriedigung, damit richtig zu liegen, sondern wie es individuell Sinn macht. Das Rauchen an sich zu verdammen ist vollkommener Quatsch. Sich beim Rauchen im Zwiespalt zu befinden, zwischen dem Genuss und der Gefahr, krank zu werden, zermürbt die Psyche und bedeutet ein handfestes Problem. Die gut gemeinte Idee eines allgemein gesunden Lebens für jeden der nur wolle maskiert das leider.

Ich rauchte auch Zigarillos.

Regelmäßig fuhr ich nach Kiel, der Grund: unsere Fernbeziehung, die über ein Jahr lang andauerte. Einmal war ich zu früh in Altona. In Bahnhofsnähe ist das „Mercado“. Es kann dort gewesen sein oder im Presse-Shop direkt an den Gleisen. Ich lief hinein, um zu bummeln, nach einer Zeitschrift für die Fahrt zu suchen. In der Mitte einer größeren Verkaufsfläche lag rund um eine Säule ein unordentlicher Haufen von beträchtlicher Höhe, wie hingeschüttet, mit Exemplaren vom „Endlich Nichtraucher!“, Allen Carr. Ein blaues, schmales Taschenbuch. Oben die Headline, drunter eine Hand, die zur Faust geschlossen eine Packung mit Zigaretten zerknüllt.

Das habe ich mir gekauft.

Ich habe es im Zug gelesen.

Rauchend in einem Zug durchgelesen?

Nicht ganz: Ich benötigte die Rückfahrt nach dem Wochenende, um es zu schaffen, alles zu lesen und zu verinnerlichen, rauchte dabei die ganze Zeit, wie vom Autor geraten. Gehirnwäsche, beschwörend logisch, eingängig und zupackend geschrieben. Ein Bestseller. Wie spannend kommt der populäre Text daher! Carr schlägt vor, sich nicht selbst unter Druck zu setzen. Es ginge darum, einen exakten Zeitpunkt mit dem Rauchen insgesamt aufzuhören, in der nahen Zukunft bewusst zu planen. Also nicht die Sache auszudünnen und etwa Nikotinpflaster draufzupappen oder Kaugummi zu kauen. Ganz oder gar nicht. Das Problem sei nicht das Aufhören.

Es käme darauf an, nicht wieder anzufangen.

Mit jeder zu Ende gerauchten Zigarette höre man auf. Das Problem sei, dass darauf die nächste angesteckt würde: Rauchen sei eine Sucht, keine Gewohnheit.

„Ich mag Hummer“, schreibt Carr.

„Deswegen esse ich nicht fünfundzwanzig Stück davon am Tag und morgen wieder und so fort.“

Es schien ganz einfach, mit seiner Methode aufzuhören. Ich las das, verschlang dieses Buch wie einen Krimi. Es ist scheinbar ganz schnell und plakativ, billig (wie die Bild-Zeitung) an nur einem Tag herunter geschrieben.

Ein Groschenroman.

Mitte der folgenden Woche hörte ich dann auf und rauche bis heute und in alle Zukunft nie wieder eine.

🙂