3Sat vielleicht, ich bin nur reingezappt, inzwischen unsicher, wo das lief. Phoenix und Arte kommen genauso in Frage. Sie war so am Schimpfen, ein empörter Rohrspatz! Ich habe gar nicht zugehört, war fasziniert, brauchte Zeit, die Vergangenheit wiederzuerkennen. Thema: Reichelt, das Schwein. Dann stand der Name drunter. Mit einer intellektuellen Brille ausgestattet, kam sie mir nun doppelt so alt vor wie ich selbst. Eine kleine Matrone, aber aus dem Häuschen vor Zorn. Das Kinn verschwand ganz spitz, dünn. Tatsächlich faltig, trat ihr schmales Gesicht unterhalb der Nase insgesamt nach hinten zurück. Emotional und voller Drang war sie am Reden wie früher. Sie müsste bis zu zehn Jahre jünger sein? Etwa wie Anke, Uli.

Ich traf sie das erste Mal, da war sie quasi Teenager, segelte mit Claas den neuen Heinpirat, nachdem er G3619 verkauft hatte. Damit waren wir unterwegs, bevor mein Vorschoter das Boot übernahm. Weil mein Freund noch zur Schule ging, lief alles über Inge und Fiete, er zahlte Raten ab.

# Elbsegelgeschichten

Dieses Geld nahm ich für den „Globetrotter“, bezahlte Dieter, und Peter Knief sanierte mir die 331 noch. Die späten Achtzigerjahre: Auf dem Sand sind große Felder gewesen, fünfzehn H-Jollen und bis zu dreißig Piraten. Claas und sein Mädchen waren so jung! Wir haben uns zunehmend weniger gesehen, weil ich schließlich kaum noch Regatten mitgefahren bin. Während damals der BSC und Ponton meine zweite Heimat waren, bin ich heute nur selten dort. Schönes Wetter auf dem „Mühlo“, erster Pirat an der Luvtonne? Ich sehe es vor mir, wie sie sich raushängt bei Wind (und ganz dünn ist), nichts wiegt, aber voller Ehrgeiz kämpft. Sie will jede Wettfahrt gewinnen. Im Hintergrund der Süllberg, Blankenese. Es weht, aber der Himmel ist blau.

🙂